Kleingruppen

Workshop

Sexualtherapie

Während die Liebe als Thema in Psychotherapien oft viel Raum einnimmt, taucht die Sexualität meist nur am Rande auf. Dabei würden wir ihr, als „Handlungsraum der Liebe“, ob gelebt oder distanziert betrachtet, ob symbiotisch oder autonomiebetont, ebenso große Bedeutung für das Identitätsgefühl des oder der einzelnen zuschreiben.

Ziel unseres Workshops ist es nun, eine Sprache und einen Zugang zum Thema Sexualität in Therapien zu entwickeln. Die Diagnostik  und ein therapeutisches Verständnis sexueller Störungen werden vermittelt und praxisnah die Exploration eines sexuellen Symptoms und die Erstellung einer Sexualanamnese erlernt. Dieser Prozess führt auch zu Selbstreflexion der eigenen Grundannahmen über Sexualität,  Liebe, Partnerschaft, Männlichkeit und Weiblichkeit.

An Fallbeispielen wird anhand der Anamnese von Biographie, sexueller Entwicklungsgeschichte und  Beziehung die Erstellung einer psychodynamischen Hypothese zur Entwicklung und Funktion eines sexuellen Symptoms dargestellt.

Darüberhinaus zeigen wir verschiedene psychotherapeutische und körpertherapeutische Ansätze zur Intervention bei sexuellen Störungen.

Mitzubringen ist eine Decke

Stix Eva, Dr.in, Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Sexualtherapeutin, Oberärztin am LKH GSW, Station Forensik 2, Mitbegründerin der sexualtherapeutischen Ambulanz LKH GSW, Wahlärztin bei sexmed; Weiterbildung Sexualtherapie bei der Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation in Salzburg, am Institut für Sexualforschung in Hamburg und bei der internationalen Gesellschaft für systemische Therapie in Heidelberg.

Schneider Michael, Master Ed (geb. 1973), klinischer Sexologe. Er ist ausgebildet in neoreichianischer Körpertherapie, syst. Paar- und Sexualtherapie, Sexocorporel und hat viele Jahre Erfahrung in Yoga und Tantra. In seiner Praxis fügen sich körperorientierte Methoden zu Kognitiven, Jahrtausende alte Erkenntnisse zur aktuellen Forschung.

Behandlung Chronischer Depression mit dem Cognitiv Behavioral Analysis System of Psychotherapy - CBASP

Etwa 30 % aller Depressionen nehmen einen chronischen Verlauf. Häufig als therapieresistent bezeichnet, erfahren sowohl die betroffenen Patienten als auch die Therapeuten oft Frustration und Resignation bei der Behandlung.

Das CBASP von James McCullough (Virginia Commonwealth Universität, Richmond, USA) ist ein Verfahren, das zur Behandlung chronischer Depressionsformen entwickelt wurde. McCullough integriert dabei in innovativer Weise behaviorale, kognitive, psychodynamische und interpersonelle Strategien und Modelle, die jeweils spezifisch an der Pathologie der chronischen Depression ansetzen.

Das CBASP geht davon aus, dass bei chronisch Depressiven eine Entwicklungsblockade vorliegt. Diese ist eine Folge von Misshandlungen (sexuell, physisch und psychisch), früher Verlusterfahrungen oder chronischer Vernachlässigung. Die dynamische Interaktion von Person und Umwelt ist durch diese interpersonell traumatisierenden Lebenserfahrungen gestört. Soziale Interaktionen verlaufen infolgedessen unbefriedigend und werden zunehmend vermieden. Die Betroffenen bleiben im kognitiv-affektiven Bereich auf einem präoperativen Entwicklungsstadium (im Sinne von Piaget‘s Entwicklungstheorie) stehen. Es kommt zu Defiziten sozialer Fertigkeiten, so dass Entwicklungsaufgaben und Lebensbelastungen nicht adäquat gemeistert werden können und es wiederholt zum Scheitern kommt.

Die Schwerpunkte der Therapie liegen in einer spezifischen Strategie, der Situationsanalyse mit einem sich daran anschließenden Verhaltenstraining sowie in interpersonellen Strategien zur Gestaltung der therapeutischen Beziehung.

Mit Hilfe der Situationsanalyse lernt der Patient eine kausale Beziehung zwischen seinen meist dysfunktionalen Verhaltens- und Denkmustern und den jeweiligen (interpersonellen) Konsequenzen in der Umwelt herzustellen. Der Therapeut bringt dem Patienten mehr und mehr bei, sich auf realistische und durch den Patienten erreichbare Ziele zu fokussieren und die dafür notwendigen Verhaltensfertigkeiten zu entwickeln. Im Rahmen der interpersonellen Strategien wird eine auf die Bedürfnisse chronisch Depressiver adaptierte Rolle des Therapeuten ermöglicht.

Dazu gehört, dem Patienten zu helfen, zwischen altvertrauten dysfunktionalen Beziehungsmustern und dem Verhalten des Therapeuten oder anderer Personen zu unterscheiden und negative Interaktionsmuster zu verändern. Darüber hinaus wird der Therapeut angeleitet, sich in einer bewussten Weise persönlich einzubringen, damit der Patient seine eigene destruktive Entwicklungsgeschichte erkennen und revidieren kann.

Fangmeier Ruth, Dipl.-Psych.in, Psychologische Psychotherapeutin, VT, zertifizierte CBASP-Therapeutin und Supervisorin. Neben der Tätigkeit in eigener Praxis langjährige Leitung von ambulanten CBASP Gruppen an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Freiburg. Seit 2009 zahlreiche Workshops in Weiterbildungsinstituten und Kliniken.

OTTI Daniela V., Dr.in med., Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Oberärztin am LKH-Univ. Klinikum Graz, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (Psychodynamische Therapie), zertifizierte CBASP-Therapeutin.

SCHÖGGL Helmut, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Funktionsoberarzt und Stationsleiter am LKH-Univ. Klinikum Graz, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, zertifizierter CBASP-Therapeut.

Psychoanalytischer Workshop

Im Workshop wird zentral sein, wie Gruppenphänomene und -prozesse im Rahmen von Fallvorstellungen dazu genutzt werden können, die Dynamik von psychotherapeutischen Behandlungen im ambulanten oder stationären Rahmen neu verstehen zu können. Dabei werden sich Workshop-Anteile zum psychoanalytischen Verstehen sowie zur psychoanalytischen Therapie im Klinik-Setting mit praktischen Anteilen von Intervisionsarbeit abwechseln. Die Selbsterfahrung der Teilnehmenden soll nur dort zum Thema werden, wo sie den vertiefenden Zugang zur Fallarbeit ermöglicht. Es wird also darum gebeten, dass die Teilnehmenden Vignetten aus eigenen Behandlungen einbringen.

Im Rahmen der Balintgruppen-Arbeit oder der Supervisionsforschung sind Spiegelungsprozesse in den Mittelpunkt gerückt, durch die einer fallverstehenden Gruppe mittels der Reflexion ihrer eigenen Gruppenphänomene ein Zugang zu bisher unverstandenen Elementen der therapeutischen Beziehung möglich wird. Psychoanalytisches Verstehen, das auf den beiden Grundlagen des Szenischen und des Negativen beruhend gedacht werden kann, bedarf dabei insbesondere der „Teamkrisen“ (verdichtete Momente von Gruppenprozessen) solch einer Gruppe, wenn es anderes verstehen will als das schon Bekannte.

Storck Timo, Prof. Dr. phil. habil., Dipl.-Psych., psychologischer Psychotherapeut (analytische und tiefenpsycho-logisch fundierte Psychotherapie), Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin. Forschungsschwerpunkte: Psychosomatik, psychoanalytisches Verstehen, Kulturpsychologie.

Selbsterfahrungsgruppen

Analytisches Psychodrama*

Die Verbindung von Psychoanalyse bzw. Gruppenpsychoanalyse mit Psychodrama eröffnet einen besonderen Zugang zu latenten Bereichen der Persönlichkeit und ermöglicht vor allem Antworten auf Fragen zum eigenen Selbstbezug und zur Beziehung zum Anderen (wie stehe ich zu mir, was bedeutet der Andere für mich und was will ich für ihn bedeuten?).

Die szenisch- expressive Darstellung der von der Gruppe gemeinsam erarbeiteten Phantasien, in denen jedes Gruppenmitglied die von ihm frei gewählte Rolle spielt und in die auch die Gruppenleitung stets miteinbezogen ist, lässt prägnant und anschaulich aktuelles Erleben auch in seinen unbewussten Dimensionen als Übertragungsphänomen hervortreten und führt es auf seine Entstehungsgeschichte zurück.

So wird auch Raum für die Artikulation verloren geglaubter Gefühle und für Ansätze zur Überwindung ständig wiederkehrender Konflikte geschaffen.

RUHS August, Univ.-Prof., Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytiker (IPV), Gruppen-psychoanalytiker, Psychodramalehrtherapeut. Bis 2011 stellv. Leiter der Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinuniversität Wien. Ehem. Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse. Mitbegründer und Vorsitzender der „Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule“, Mitherausgeber der Zeitschrift „texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik“.

Das Erbe unserer Ahnen - Transgenerationale Weitergabe*

Transgenerationale Weitergabe mutet oft mystisch und archaisch an. Jenseits von expliziter Sprache beruht ihre Wirkung auf impliziter Kommunikation zwischen den Generationen. Gerade das Nicht-Gesagte, das Undenkbare, die Leerstelle, das Geheimnis enthalten oft  hochemotionale, bedeutsame Information. Basis für soziale Vererbung ist der Beziehungs-kontext – also die Verbundenheit und Loyalität in unseren Familien.

Keine Ahnung von den Ahnen? In diesem Seminar werden vielfältige Erfahrungsangebote mit Reflexionsformen verknüpft, um unerforschte Bereiche des persönlichen und kollektiven transgenerationalen Wissens erfahrbar und erfassbar zu machen. Die Arbeit mit dem Körper ist dabei zentral. Prägende generationenübergreifende Muster und Vernetzungen werden handelnd und fühlend wahrnehmbar, ebenso Phänomene wie verdeckte Aufträge, Botschaften oder Tabus. Sie finden Bilder, Sprache und Reflexion. Es erwartet Sie eine geführte Reise in eine verborgene, vielleicht verbotene Welt abseits des Offensichtlichen – von heute über gestern nach morgen  und retour – über Verdichtungen und Sichtungen zu Lichtungen. Methoden und theoretischer Background: Psychoanalytische Selbstpsychologie, Analytische Körper-psychotherapie, Bindungs- und Mentali-sierungstheorie, Dialogisch-Systemische Aufstellungsarbeit, Dynamische Gruppenpsychotherapie.

STOXREITER Karl, Dr. phil., Jg. 1954, A-4020 Linz, Graben 25, Psychotherapeut, Gesundheits-, klinischer und Organisationspsychologe, Supervisor (ÖVS), Coach, Teamentwickler. Methoden: Bioenergetische Analyse, Analytische Körperpsychotherapie, Gruppendynamik & Gruppenpsychotherpie (ÖAGG), Transpersonale Psychologie/ Psychotherapie (ÖATP). Freie Praxis in Linz, Arbeitsschwerpunkte: Krankenhäuser und psychosozialer Bereich.

LAAHA-SUCHAR Gerlinde, Jg. 1965, Psychoanalytikerin, Lehranalytikerin im Wiener Kreis für Psychoanalyse und Selbstpsychologie, PSY3-Lehrtherapeutin der ÖÄK, Psychotherapeutin und Supervisorin in freier Praxis in Graz und Wien.

Daseinsanalytische Selbsterfahrungsgruppe*

Die Daseinsanalyse als vor allem philosophisch fundierte psychotherapeutische Richtung sieht das menschliche Leben als ein In-der-Welt sein und nicht als einer Objekt-Welt gegenüber stehende, abgegrenzte Subjekt-Existenz. Dies ermöglicht eine dem eigentlichen Wesen des Menschen entsprechenderen Zugang zur Therapie. Die Therapieform geht vor allem auf den Schweizer Psychiater Medard Boss und den Philosophen Martin Heidegger zurück. Die Befreiung zum eigentlichen Selbstsein ist der Kern der daseinsanalytischen Therapieauffassung.

In der altgriechischen Bedeutung des Wortes „schön“ klingt gleichzeitig das Schöne, das Wahre, das Gute an. Der Weltbezug der menschlichen Existenz ist in diesem Sinne geprägt von der Suche nach dem Schönen. Aber die Weltoffenheit hat, neben diesem hellen Aspekt, immer auch das Unheimliche, noch Unvertraute, das was wir nicht kontrollieren und berechnen können, in sich. Diese daseinsanalytische Gruppenarbeit soll den TeilnehmerInnen die Möglichkeit geben, sich selbst besser kennen zu lernen, sichtbar zu werden als das, was sie im Grunde sind. Der Vollzug dieser Erfahrung des Eigenen ist in der geschützten Atmosphäre der Gruppe besonders intensiv und schön zu erleben. Der daseinsanalytischen Traumauslegung soll in diesem Rahmen besonderes Augenmerk gelten, denn sie ermöglicht das Schöne und das Unheimliche der menschlichen Existenz gleichermaßen zu erfahren.

Spitzer Charlotte, geboren 1966 in Freising (Deutschland), hat Soziologie mit Pädagogik und Psychologie studiert, ist daseinsanalytische Psychotherapeutin in eigener Praxis und in Ausbildung zur Lehrtherapeutin, publiziert regelmäßig in verschiedenen Fachzeitschriften, ist seit 2014 im Vorstand des ÖDAI sowie Vize-Präsidentin der Österr. Franz Kafka Gesellschaft und Mitglied der Performance-Trios „Kafka tanzt“. Sie ist Mutter zweier erwachsener Söhne.

Strobl Roland, geboren 1973 in Bruneck (Südtirol), hat in Wien Psychologie studiert, anschließendes Curriculum zum Klinischen- und Gesundheitspsychologen, arbeitet als Psychologe und Daseinsanalytischer Psychotherapeut in freier Praxis im Weinviertel und in Wien und als Lehrtherapeut des ÖDAI (Österreichisches Daseinsanalytisches Institut für Grundlagenforschung, Psychosomatik und Psychotherapie), seit November 2014 Präsident des ÖDAI.

Existenzielle Filmtherapie*

Selbsterfahrung im Spiegel berührender Spielfilme:

Die Existenzielle Filmtherapie versucht gemeinsam mit den Zuschauern (Patienten) die Tiefen- und Sinndimensionen einer Filmgeschichte zu erschließen. Am Beispiel dieser Deutung ermöglicht sie dem Einzelnen eine ganzheitliche, existenzielle und personale Sicht auf das eigene Selbst in seinen lebensgeschichtlichen Zusammenhängen.

Auch jede Erkrankung eines Menschen hat zuerst immer eine existenzielle, persönliche Dimension, sie ist eine Sprache seiner Seele - seiner Gefühle -, die aufmerksam wahrgenommen und angemessen verstanden sein will. Es wäre geradezu fahrlässig, Leid nur symptomatisch zu behandeln und eine Erkrankung wie eine lästige Funktionsstörung beseitigen zu wollen, ohne die existenzielle Bedeutung ihrer konkreten Psychosomatik zu verstehen.

Die Bedeutung wahrhaftiger Filmgeschichten für Therapie und Selbsterkenntnis wird in dieser Gruppe mit ausführlichen Beispielen veranschaulicht und in gemeinsamen existenziellen Analysen als eigenständige und erweiternde Therapieform zu erleben sein. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen durch die gemeinsame Filmdeutung ihre Sicht auf die eigene Person zu erhellen und zu vertiefen.

TEISCHEL Otto, Mag. Dr., Philosoph, Autor und Psychotherapeut in eigener Praxis in Klagenfurt (Existenzanalyse; Psychoanalyse). Langjährige Leitung einer filmtherapeutischen Patientengruppe in der REHA-Klinik für Seelische Gesundheit. Lehrtätigkeit für die PH Kärnten und die PH Steiermark. Mentor der Akademie für Potentialentfaltung.

Gestalttherapeutische Gruppe*

Im geschützten Rahmen der Gruppe werden die eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten und zwischenmenschlichen Kontaktmuster bewusster erlebt und neue Handlungsmöglichkeiten entdeckt. Problematische Lebenssituationen werden im Zusammenhang mit der eigenen Lebensgeschichte betrachtet und deren persönliche Bedeutung für die künftige Lebensgestaltung gesucht.

Nach den drei „E‘s“ der Gestalttherapie (sie ist experimentell, existentiell und erlebnisorientiert) werden Alternativen zu alten Lösungen ausprobiert. Der Zugang zu den eigenen kreativen Ressourcen und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung gehören zu den Zielen dieser Gruppe. Die Methoden können gestalttherapeutische Rollenspiele und Darstellungen, Traumarbeit und den Einsatz von künstlerischen Materialien einschließen.

WIMMER Beatrix, Mag.a phil. Jg. 1963, Psychologin, Gestalttherapeutin in freier Praxis seit 1998, Vorsitzende der EAGT (europäische Vereinigung für Gestalttherapie) ab September 2016, Vorsitzende des Komitees für Professionelle Kompetenzen von GestalttherapeutInnen in der EAGT, Ausbildungstätigkeit in Tschechien, langjährige Mitarbeit in Suchttherapieeinrichtungen.

URBAN Egon, Mag. phil. Dr. phil., geb. 1958. Gestalttherapeut, Psychotherapeut in freier Praxis in Wien, Gründungsmitglied der Österr. Vereinigung für Gestalttherapie (www.oevg-gestalt.at), Psychologe, arbeite schwerpunktmäßig mit Kindern und Jugendlichen, jahrelange Begleitung von Camps der österreichischen Kinderkrebshilfe.

Psychoanalytische Gruppe*

Die psychoanalytische Selbsterfahrungsgruppe schafft einen Rahmen, in dem sich Einzelne im Kontakt mit anderen Menschen intensiver erfahren und Einblicke in ihre oft unbewussten Reaktions-und Verhaltensmuster gewinnen. Sie bietet sich besonders an zur Entwicklung von sozialen Fähigkeiten wie Kontakt-und Beziehungsaufnahme, Abgrenzung, Durchsetzung eigener Bedürfnisse und Einfühlung in die Bedürfnisse anderer.

Darüber hinaus vermittelt sie weitgehende Einblicke in die dynamischen Gesetzmäßigkeiten von Gruppen.

Menschik-Bendele Jutta, Univ.-Prof.in Dr.in phil., Diplome in Psychologie und Politologie, sowie Promotion als auch Habilitation im Fach Psychologie an der Freien Universität Berlin. Von 1984 bis zu ihrer Emeritierung 2012 o.Univ.Prof. für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse an der Alpen Adria Universität Klagenfurt. Von 2010-2014 Vizerektorin für Forschung. Psychotherapeutische Praxis und Lehrbefugnis für Psychoanalyse, Systemische Therapie und Gruppenpsychoanalyse. Kontinuierliche Leitung von Kleingruppen und der Großgruppe bei den Workshops der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse in Altaussee.

Hypnosepsychotherapie*

Die menschliche Fähigkeit zu unterschiedlichen Bewusstseinszuständen enthält ein wertvolles Potential, das speziell in der Hypnosepsychotherapie genutzt wird. Im Seminar lernen die TeilnehmerInnen Möglichkeiten der systematischen Anwendung hypnotischer Trance kennen. Wir werden in die Vergangenheit und die Zukunft reisen und inneren Kindern, alten Weisen, Helfergestalten und anderen Persönlichkeitsanteilen begegnen.

Wir werden den inneren Kindern Geschichten erzählen und uns auf eine spielerische Weise mit den Landschaften, Gärten und Wegen unserer Innenwelten beschäftigen. Zwischendurch werden wir uns immer wieder in der Gegenwart verankern, indem wir auf achtsame Weise die Landschaft Bad Gleichbergs und unseren Körper im Hier und Jetzt wahrnehmen. Trancen und der unmittelbare Kontakt mit uns selbst, mit unseren Ressourcen und Potentialen, mit anderen Menschen und der Natur können Freude und Dankbarkeit aufkommen lassen.

HARRER Michael, Dr., FA für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychotherapeut (Hypnosepsychotherapie, Katathym Imaginative Psychotherapie) und Supervisor in freier Praxis in Innsbruck; Lehrtherapeut der ÖGATAP für Hypnosepsychotherapie; Autor von Büchern zum Thema Achtsamkeit.

„Stellen Sie sich vor…!“ – KIP-Selbsterfahrungsgruppe*

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist ein psychodynamisches Therapie-verfahren. Im Zentrum stehen gezielte, charakteristische Imaginationen, die die Bearbeitung innerer Konflikte ermöglichen. Darüber hinaus können frühe Gedächtnisinhalte zur Darstellung gebracht, Ressourcen entfaltet sowie kreative Lösungsprozesse in Gang setzen werden.

In der Gruppe einigen sich die Mitglieder auf ein Motiv, zu dem sie gemeinsam imaginieren. Es folgen eine Phase der Gestaltung (Malen oder Zeichnen)  und die Reflexion in der Gruppe. Dabei bringen wir das imaginativ Erlebte gemeinsam mit Lebensgeschichtlichem und der aktuellen Situation in Verbindung.

Bitte mitbringen: Decke (die Gruppenimagination findet im Liegen statt) und Zeichenmaterial (Zeichenblock, Farben)

Brömmel Bernhard, Dr. med., FA für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeut, Lehrtherapeut (KIP), Trainer und Supervisor für TFP (Übertragungsfokussierte Psychotherapie der Borderlinesstörungen), 1. Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für angewandte Tiefenpsychologie und allgemeine Psychotherapie (ÖGATAP). Eigene Praxis in 1140 Wien, Penzinger Straße 106/2.

Körperbilder  Selbsterfahrung in Konzentrativer Bewegungstherapie (KBT)*

Die KBT ist eine körper- und handlungsorientierte, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapiemethode. Wir sehen den Mensch „als Ganzes“ in seiner Körperlichkeit, seinen Gefühlen, Gedanken und Sprache. Im therapeutischen Prozess spielt Beziehung zentrale Rolle – die Beziehung zu sich selbst (auch als körperliches Wesen) und die Beziehung zu anderen.

Themen werden auf mehreren Ebenen bearbeitet: anhand von Körperwahrnehmungs-, Handlungs - und Beziehungsangeboten. Da Körpererfahrungen früheste Erfahrungen sind, werden in der KBT-Arbeit Informationen abgerufen, die bis ins präverbale Alter zurückreichen.

Die verbale Reflexion in der Gruppe hilft Zusammenhänge bewusst zu machen. Im eröffneten Handlungs(spiel)raum werden neue korrigierende Erfahrungen möglich. 

Arbeitsweise: 

  • Gezielte Körperwahrnehmungsangebote: sich spüren, be-greifen, begegnen 
  • Innere Körperbilder werden mithilfe kreativer Gestaltungen nach außen dargestellt und verbal bearbeitet 
  • Neue (Körper-)Erfahrungen im Hier und Jetzt ermöglichen Veränderungen – die inneren Körperbilder werden bunter, voller, stimmiger. 

Mögliche Schwerpunkte: 

  • Inneres Körperbild vs. äußeres Dasein 
  • Wertungen zeigen sich: schön-unschön, gut-schlecht, groß-klein, reif-unreif… 
  • Unterschiedliche Körperbereiche tragen unterschiedliche Informationen 
  • Auch Traumatas haften im Körper. Dort lassen sie sich auch lösen! 
  • Stabilisierung und Ressourcenarbeit auf Körperebene sind nachhaltig! 

Bitte mitbringen: Decke und warme Socken, Schreib- und Malzeug. 

Bidovec-Kraytcheva Mariella, Mag.a, Jg. 1969, Psychotherapeutin in KBT, Lehrtherapeutin i.A., Supervisorin & Coach, Seminare und Selbsterfahrung. Arbeitsschwerpunkte: Psychosomatik, Ego-States, Trauma. Tätig in der seelischen Reha-Klinik Klagenfurt und in Privatpraxis. psychotherapie@linea7.com, www.psychotherapie-kaernten.at 

Kühnel Ulrike, Jg. 1952, Prien am Chiemsee, Psychotherapeutin in KBT, Lehrtherapeutin ÖAKBT, 28 Jahre tätig in psychosomatischer Klinik St.Irmingard, Prien am Chiemsee , Arbeitsschwerpunkte: Psychosomatik, Trauma, Ego-States, Gruppentherapie, Weiterbildungsseminare, Supervision, ulrike.kuehnel@gmx.de 

Personzentrierte Selbsterfahrungsgruppe: Träume zum Leben erwecken*

Erst der späte Rogers zählt neben anderen intuitiven Erlebensformen den Traum auf - als Ausdruck der Aktualisierungstendenz, - „dem Bewußtsein voran“. Das Konzept von Gene Gendlin, seinem Schüler und Nachfolger, versteht Träume als Phänomene, die durch Focusing-Prozesse zum Leben erweckt werden.

Die Dichte der Traumwelt wird den Gruppenprozess und die Selbsterfahrung der Gruppenmitglieder noch vertiefen - auch durch die Begegnung mit abgelehnten oder nicht so vertrauten Facetten der Personen - den schönen, wie den unheimlichen und auch den unheimlich schönen, sowie den schön unheimlichen.

Wir werden mit verschiedenen kreativen Mitteln die körperlich gefühlten Bedeutungen der „mitgebrachten“ oder in Gleichenberg erträumten - meist nächtlichen Erlebnisse - zu erfassen versuchen. 

Korbei Lore, DSA, MSc, geboren 1945, Personzentrierte Psychotherapeutin in freier Praxis in Wien; Ausbildnerin, Lehrtherapeutin und Supervisorin in der ÖGWG; Supervisorin (ÖVS, ÖBVP); von Gene Gendlin autorisierte Focusing-Ausbilderin und Koordinatorin für Österreich am International Focusing Institute New York; Gesellschafterin der PCA Österreich; Veröffentlichungen zu den Themen: Der Körper in der Klientenzentrierten Psychotherapie, Abgrenzung zu anderen Methoden, Supervision u.a.m.

Wagner Lukas, BA, geboren 1988, Personzentrierter Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision, Medienpädagoge, Sexualpädagoge. Arbeitsschwerpunkte: Psychotherapie und neue Medien, Jugendliche, junge Erwachsene. Psychotherapeutisch tätig in freier Praxis in Graz, Workshops zu den Themen Sexualität, neue Medien in Schulen, im Sozialbereich und für Eltern.

Schöne, unheimliche und unheimlich schöne Träume*

Manchmal sind Träume unheimlich schön, häufiger sind sie aber nur unheimlich, irritierend, fremd. Sie führen uns in eine andere Welt in der wir uns meist nicht heimisch, nicht zu Hause fühlen. Manche Träume wirken flach banal, andere hinterlassen einen tiefen Eindruck.

Sie erschüttern, ergreifen und leiten tiefgreifende seelische Veränderungen ein („archetypische“, „numinose“ Träume in der Diktion C.G. Jungs). Träume kann man als Bühne verstehen auf der sich unsere Komplexe inszenieren, als Bearbeitungsstätten unserer Emotionen, als symbolische Gestaltungen unserer Vergangenheit oder als Entwürfe für die Zukunft, vielleicht als Wunscherfüllung oder auch bloß als wirres Zeug und sinnlosen Ausdruck neuronaler Entladungen.

Jedenfalls haben sie die Menschen schon immer zum Nachdenken über sich selbst angeregt. Wir werden in der Gruppe unseren eigenen Träumen  und Träumen von Patienten nachspüren, über sie reden, phantasieren, schreiben, malen , zeichnen und sie auf verschiedene Weise interpretieren/analysieren.

Skolek Reinhard, Mag. Dr., Psychotherapeut (Analytische Psychologie), Supervisor, Lehranalytiker, Gründungs-mitglied und Ehrenpräsident der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Psychologie (C.G.Jung-Gesellschaft), ehemaliger Leiter des Zentrums für Psychotherapie und Psychosoziale Gesundheit an der NÖ Landesakademie.

Systemische Gruppenselbsterfahrung*

Dieses Selbsterfahrungsseminar bietet Ihnen eine reflexive und wertschätzende Auseinandersetzung mit Ihren Lebenssituationen, Ihren Beziehungen und Beziehungsmustern. Anhand systemischer Techniken und Vorgehensweisen, die Sie in der Praxis kennenlernen und auch selbst erproben werden können, dient dieses Seminar einer selbstbestimmten, selbstwirksamen Entwicklung, um eigene Verhaltensmuster besser verstehen, Beziehungen reflektieren und verändern sowie sich mit Problemen, Konflikten oder Dilemmata auseinandersetzen zu können.

Übungen und Methoden der Ressourcenaktivierung, metaphorische Techniken wie die Externalisierung oder das Arbeiten mit Metaphern, die Timeline, das Arbeiten mit Ego-States sowie die Etablierung des sicheren Ortes und die Tetra-Lemma-Arbeit sind nur einige Techniken, die Sie bei diesem Seminar erwarten und auf Ihrem Weg in ein „UNHEIMLICH SCHÖNES“ Leben unterstützen werden.

Chlubna Karin, Mag.a, geboren 1978, Psychotherapeutin der systemischen Familientherapie, Supervisorin, Paartherapie, Kinder- und Jugendtherapie, Beratung, Coaching, Selbsterfahrung, in freier Praxis in Wien tätig.

Transaktionsanalytische Gruppe*

Jeder Mensch ist ein selbstverantwortliches Wesen, welches nach Integrität der individuellen Persönlichkeit, bewussten Erfahrungen und Selbstverwirklichung strebt. Veränderungs- und Lernprozesse zielen zu Bewusstheit, Spontaneität und der Fähigkeit zur Intimität.

Die Gruppe arbeitet mit den Grundkonzepten der Transaktionsanalyse nach Eric Berne. Über das Erkennen, wie ich mir und anderen gegenüberstehe, der elterlichen Botschaften, der Art der Transaktionen (Kommunikationsmuster) und der Art der Strokes (Zuwendung) wird der Lebensplan (Skript), der zur Bewältigung von intrapsychischen Vorgängen und Konflikten dient, sichtbar. Einschränkungen in Wahrnehmung, Denken, Fühlen, Verhalten und Kommunikation durch festgelegte Muster werden deutlich und als psychische Überlebensreaktionen erkannt.

Die als Kind in Abhängigkeit oder Gefährdung getroffenen Entscheidungen, die in diesen Situationen wichtig waren, können durch Erinnern und Erleben alter Erfahrungen korrigiert werden und neue, der jeweiligen Situation entsprechende, Entscheidungen getroffen werden. Mit unterschiedlichen Methoden – Arbeit am theoretischen Modell, zeichnerische Darstellung oder in Rollenspielen – werden die Grundkonzepte den TeilnehmerInnen nahegebracht Die Transaktionsanalyse wird den Tiefenpsychologisch-Psychodynamischen Methoden zugeordnet.

BUCHINGER Gerhard, Dr. phil., Jg. 1960, A-8010 Graz, Dietrichsteinplatz 5/II, Transaktionsanalytischer Psychotherapeut und Lehrtherapeut am Institut für transaktionsanalytische Psychotherapie – ITAP, Klinischer und Gesundheitspsychologe, Supervisor (ÖBVP), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (ÖAGG), Absolvent der Weiterbildung in analytischer und tiefenpsychologisch fundierter Gruppenpsychotherapie (IAG), tätig in der Kinder- und Jugendhilfe und in freier Praxis

TRKMIC Annemarie, Dipl.Päd.in, A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 180, Transaktionsanalytische Psychotherapeutin und Lehrtherapeutin am Institut für transaktionsanalytische Psychotherapie - ITAP, Hypnotherapeutin, tätig in freier Praxis

Verhaltenstherapie*

Die verhaltenstherapeutische Selbsterfahrung hat zum Ziel uns mit uns selbst und unseren Gefühlen zu konfrontieren um unser Verhalten besser verstehen zu lernen. Schemata, die durch unsere emotionalen Erfahrungen in der Kindheit entstanden sind prägen unser Verhalten und sollen durch Übungen in der Gruppe erfahrbar - und damit veränderbar - gemacht werden.

Ausgehend von einer achtsamen und wertschätzenden Grundhaltung wenden wir uns persönlichen Ressourcen aber auch problematischen Selbstanteilen zu.

Die Methoden wie z.B.: Achtsamkeitsübungen, Imaginationsübungen, kognitive Methoden, kreative Methoden, Identifikation dysfunktionaler Schemata und Rollenspiele werden den Bedürfnissen der Gruppe angepasst.

Strobl-Unterweger Carola, Mag.a Psychotherapeutin (Verhaltenstherapeutin, Fortbildungen in Hypnotherapie & Schematherapie). Klinische- & Gesundheitspsychologin, Verkehrspsychologin. Langjährige Tätigkeit in eigener Praxis in Graz. Supervisorin (KAGES, Magistrat Graz, AMS), Leitung von Selbsterfahrungsgruppen und Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung, Lehrbeauftragte im ULG Propädeutikum und an der Meduni Graz, Lehrbeauftragte für PSY II und III in Integrativer Verhaltenstherapie.

Standort

Feldgasse 38
8330 Feldbach
Österreich