PSY-Diplome

Im Rahmen des diesjährigen 48. Integrativen Seminars für Psychotherapie in Bad Gleichenberg finden in guter Tradition auch PSY-Gruppenseminare für die laufenden Curricula der PSY-Diplom Fortbildung der WGPM statt. 

Die jeweiligen Gruppenseminare sind im Anschluss beschrieben.

Die ÖÄK-PSY-Diplomfortbildung besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen: 

Der Lehrgang Psychosoziale Medizin (PSY I) vermittelt den teilnehmenden ÄrztInnen Grundlagen und professionelle Fertigkeiten für die Interaktion mit den PatientInnen. Im Zentrum stehen die Gestaltungsmöglichkeiten des ärztlichen Gesprächs.

Das Curriculum zur Psychosomatischen Medizin (PSYII) vermittelt aufbauend auf PSYI die theoretischen Grundlagen und praktischen Fertigkeiten für die sog. „psychosomatische Grundversorgung“. Im Fokus steht das Erkennen und Nutzen der unterschiedlichen Funktionen des Arztes/der Ärztin als Problemlöser, als Katalysator und auch als Begleiter des kranken Menschen.

Psychotherapeutische Medizin (PSYIII) bezeichnet in Österreich jene postgraduale PSY-Fortbildung, die zur Durchführung psychotherapeutischer Medizin nach dem Ärztegesetz befähigt. 

Wenn Sie neugierig auf mehr Informationen über die PSY-Diplom-Curricula sind, laden wir Sie ein, unter www.psygraz.at nachzulesen.

Dr.in Barbara Hasiba (Vorsitzende der WGPM)

Leitung der PSY-Diplome

HASIBA Barbara, Dr.in med.: Ärztin für Allgemeinmedizin, PSYIII-Diplom der ÖÄK, Psychotherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖÄK für PSY-Diplome, Lehrsupervisorin,  Balintgruppen-Leiterin, Lehrbeauftragte an der Medizinischen Universität Graz, Leiterin des Hauptfaches systemische Therapie, Vorsitzende der WGPM.

EGGER Josef W., Univ.-Prof., Dr., em.: Universitätsprofessor für Biopsychosoziale Medizin an der Medizini­schen Universität Graz, Medizinpsychologe; Lehrtherapeut & Supervisor (ÖGVT, AVM, ÖÄK). Leiter des PSYIII-Lehrgangs „integrative Verhaltenstherapie“ (WGPM), Hrsg. der Fachzeitschrift „Psychologische Medizin“, Univ.-Klinik für Med. Psychologie & Psychotherapie Graz, Villa Hahnhof, Roseggerweg 50, 8036 Graz.

JAGSCH Christian, Prim. Dr. med.: Vorstand der Abteilung für Alterspsychiatrie und Alters­psychotherapie, Landeskrankenhaus Graz Süd-West, Standort Süd, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Arzt für Allgemeinmedizin, Zusatzfacharzt für Geriatrie, Psychoanalytiker, Alterspsychotherapeut, Lehrtherapeut der ÖÄK für PSY-Diplome, Lehrtherapeut des Arbeitskreises für Psychoanalyse Graz/Linz, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie.

SUCHAR Gerald, Prim. Dr. med.: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Primar an der Privatklinik St. Radegund für Psychiatrische Rehabilitation, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz. Lehrtherapeut ÖÄK, Balintgruppenleiter.

LETMAIER Martin, Dr. med.: Graz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeut, Lehrtherapeut der ÖÄK, der ÖGVT und der AVM, Lehrbeauftragter an der Medizinischen Universität Graz und im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Karl Franzens Universität Graz. Mitglied des PSYI- und PSYII- und PSYIII iVT-Leitungsteams.

PSY-1

ÖÄK-Diplom für psychosoziale Medizin

Das PSYI-Diplom versteht sich als Einstieg in das dreistufige PSY-Diplom-Curriculum. Inhaltlich bietet das Gleichenberger PSYI-Seminar halbtäglich die Fortsetzung des Einführungskurses in die Grundlagen des ärztlichen Gesprächs, am jeweils anderen Halbtag besuchen die TeilnehmerInnen die Balintgruppe.

Voraussetzung: Abgeschlossenes Medizinstudium und Teilnahme am ersten Teil des Einführungskurses in die Grundlagen des ärztlichen Gesprächs zu Beginn des PSYI-Diploms (www.psygraz.at).

Anmeldung: PSYI-EinsteigerInnen bekommen die Information zu den Gleichenberger Gruppenseminaren anlässlich der ersten Veranstaltung des PSYI-Curriculums. Die persönliche Anmeldung zur Teilnahme am Gleichenberger PSYI-Seminar erfolgt dort.

Vertiefung des Ärztlichen Gesprächs

Aufbauend auf der ersten PSYI-Veranstaltung in Graz haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, typische Gesprächssituationen aus ihrem jeweiligen Arbeitsfeld aufzuzeichnen (Tonband, Video) und nach Bad Gleichenberg mitzubringen.

Die Inhaltsanalyse dieser aufgezeichneten Gespräche sowie weitere, in Rollenspielen nachgezeichnete Arzt-Patienten-Begegnungen, werden als praktische Unterlagen für den Erwerb der professionellen ärztlichen Gesprächsführung genutzt.

In Verbindung mit einer vertiefenden Auseinandersetzung mit den theoretischen Kenntnissen zur ärztlichen Gesprächsführung wollen wir deren Nutzen für die eigene ärztliche Praxis optimieren.

EGGER Josef W., Univ.-Prof., Dr., Jg. 1949, em. Universitätsprofessor für Biopsychosoziale Medizin an der Medizinischen Universität Graz, Medizinpsychologe; Lehrtherapeut & Supervisor (ÖGVT, AVM, ÖÄK). Leiter des PSYIII-Lehrgangs „integrative Verhaltenstherapie“ (WGPM), Hrsg. der Fachzeitschrift „Psychologische Medizin“, Univ.-Klinik für Med. Psychologie & Psychotherapie Graz, Villa Hahnhof, Roseggerweg 50, 8036 Graz.

 

Balintgruppe

Die Balintgruppe fokussiert auf die Arzt-Patienten-Beziehung. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, Begegnungen aus ihrem Arbeitsalltag vorzustellen, die sie besonders beschäftigen. In der Gruppe werden dabei Phantasien, Gefühle und Körperwahrnehmungen ausgelöst, die die unbewussten Anteile der Interaktion fassbar machen. Mit diesem erweiterten Verständnis ergeben sich neue Ansätze im Umgang mit den Problemen der PatientInnen.

Neue Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten können gefunden werden und die emotionale Entlastung steigert die Zufriedenheit mit dem ärztlichen Beruf. Die Teilnahme an einer Balintgruppe fördert auch das Verständnis für bio-psycho-soziale Zusammenhänge.

SUCHAR Gerald,  Dr. med., Jg. 1959, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Primar an der Privatklinik St. Radegund für Psychiatrische Rehabilitation, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz. Lehrtherapeut ÖÄK, Balintgruppenleiter.

LERCH Nikolaus, Dr.med., geb. 1975, FA für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Arzt f. Allgemeinmedizin, Oberarzt an der Privatklinik St. Radegund, davor viele Jahre an der Univ. Klinik f. Medizinische Psychologie und Psychotherapie tätig, Balintgruppenleiter, Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz.

PSY-2

ÖÄK-Diplom für psychosomatische Medizin

PSYII-TeilnehmerInnen im 2. Semester: Im Rahmen dieses Curriculums wird eine Selbsterfahrungsgruppe angeboten, die als Jahresgruppe in Graz fortgeführt werden kann. Die Anmeldung erfolgt gemäß ihres Ausbildungsplans automatisch.

Voraussetzung: absolviertes PSYI-Diplom, Anmeldung für das laufende PSYII-Curriculum

PSYII-TeilnehmerInnen im 4. Semester können eine Selbsterfahrungsgruppe frei wählen. Dafür muss die Anmeldung direkt bei der Gleichenberg Organisation unter Hinweis auf die PSY-Diplom-Ausbildung erfolgen.

Selbsterfahrungsgruppe

In der Selbsterfahrungsgruppe werden über die Mitgestaltung einer noch offenen und unvertrauten sozialen Situation die eigenen Bestrebungen, Ängste und kompensatorischen Sicherungen in Szene gesetzt. Diese lebenstypische Teilhabe in der „Welt der Gruppe“ ermöglicht auch eine Bewusstmachung der Dynamik in der Gestaltung der Beziehungen in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis und Beruf. Die Gruppe bietet außerdem ein Übungsfeld, um neue Wege in der Begegnung mit sich selbst und anderen zu gehen, sei es mit Neugier oder noch mit Ängsten.

HOFFMANN-WIDHALM Herta, Dr.in phil., A-1120 Wien, Arndtstraße 87, Psychotherapeutin, Lehrbeauftragte für Trauma-, Lehrtherapie und Lehrsupervision in der Fachsektion für Integrative Gestalttherapie (ÖAGG) in Kooperation mit der Donau- Universität Krems. www.psychotherapie-in-wien.at

PSY-3

ÖÄK-Diplom für Psychotherapeutische Medizin

Voraussetzung: absolviertes PSYI und PSYII-Diplom

Die Teilnahme am unten beschriebenen Seminar ist für alle PSYIII TeilnehmerInnen des Grazer WGPM-Lehrgangs, die das Hauptfach „Integrative Verhaltenstherapie / Verhaltensmedizin“ gewählt haben, im Rahmen des Jahresplanes „rot“ vorgesehen. Die Anmeldung ist bereits durch die Teilnahme am Jahrescurriculum durch die WGPM erfolgt.

Integrative Verhaltenstherapie/Verhaltensmedizin

Integrative Verhaltenstherapie für PatientInnen mit somatoformen Störungen

Unter dem Begriff „somatoforme Störungen“ wird eine heterogene Gruppe von Erkrankungen zusammengefasst, deren gemeinsames Merkmal „körperliche Beschwerden ohne ausreichendes organisches Korrelat“ ist. Während jedoch bei der Somatisierungsstörung die Beschwerden per se im Vordergrund stehen, ist bei gesundheitsbezogenen Ängsten („Hypochondrie“) die Angst vor einer schweren Erkrankung der zentrale Punkt. 

Patienten mit somatoformen Störungen zeigen auch typische Verhaltensweisen (doctor shopping, checking behaviour etc.), die die Störung aufrechterhalten. In diesem Seminar sollen (a) die Diagnosestellung, (b) differentialdiagnostische Überlegungen, (c) prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren und (d) therapeutische Interventionen bearbeitet werden. 

Im Mittelpunkt der therapeutischen Interventionen sollen dabei Verhaltensänderungen bei den Behandelten stehen, Vereinbarungen, die mit Betroffenen geschlossenen werden können und die Erarbeitung eines alternativen Erklärungsmodells mit den PatientInnen, unter besonderer Berücksichtigung subjektiver Krankheitsmodelle.

HAAS Karin, Dr.in phil., Dr.in med., Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Oberärztin im LKH Graz Süd-West (C/L-Dienst), ÖÄK-Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Sexualtherapeutin 

 

Standort

Feldgasse 38
8330 Feldbach
Österreich