PSY-Diplome

Im Rahmen des diesjährigen 49. Integrativen Seminars für Psychotherapie in Bad Gleichenberg finden in guter Tradition auch PSY-Gruppenseminare statt, die Teil des Gesamtcurriculums für das ÖÄK Diplom 1, 2 bzw. 3 sind. 

Die jeweiligen Gruppenseminare sind im Anschluss beschrieben.

Die ÖÄK-PSY-Diplomfortbildung besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen: 
Der Lehrgang Psychosoziale Medizin (PSY 1) vermittelt den teilnehmenden ÄrztInnen Grundlagen und professionelle Fertigkeiten für die Interaktion mit den PatientInnen. Im Zentrum stehen die Gestaltungsmöglichkeiten des ärztlichen Gesprächs.
Das Curriculum zur Psychosomatischen Medizin (PSY 2) vermittelt aufbauend auf PSY 1 die theoretischen Grundlagen und praktischen Fertigkeiten für die sog. „psychosomatische Grundversorgung“. Im Fokus steht das Erkennen und Nutzen der unterschiedlichen Funktionen des Arztes/der Ärztin als Problemlöser, als Katalysator und auch als Begleiter des kranken Menschen.
Psychotherapeutische Medizin (PSY 3) bezeichnet in Österreich jene postgraduale PSY-Fortbildung, die zur Durchführung psychotherapeutischer Medizin nach dem Ärztegesetz befähigt. 
Wenn Sie neugierig auf mehr Informationen über die PSY-Diplom-Curricula sind, laden wir Sie ein, unter www.psygraz.at nachzulesen.

Dr.in Barbara Hasiba (Vorsitzende der WGPM)

 

 

Leitung der PSY-Diplome

HASIBA Barbara, Dr.in med.: Ärztin für Allgemeinmedizin, PSYIII-Diplom der ÖÄK, Psychotherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖÄK für PSY-Diplome, Lehrsupervisorin,  Balintgruppen-Leiterin, Lehrbeauftragte an der Medizinischen Universität Graz, Leiterin des Hauptfaches systemische Therapie, Vorsitzende der WGPM.

JAGSCH Christian, Prim. Dr. med.: Vorstand der Abteilung für Alterspsychiatrie und Alters­psychotherapie, Landeskrankenhaus Graz Süd-West, Standort Süd, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Arzt für Allgemeinmedizin, Zusatzfacharzt für Geriatrie, Psychoanalytiker, Alterspsychotherapeut, Lehrtherapeut der ÖÄK für PSY-Diplome, Lehrtherapeut des Arbeitskreises für Psychoanalyse Graz/Linz, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie.

SUCHAR Gerald, Prim. Dr. med.: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Primar an der Privatklinik St. Radegund für Psychiatrische Rehabilitation, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz. Lehrtherapeut ÖÄK, Balintgruppenleiter.

LETMAIER Martin, Dr. med.: Graz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeut, Lehrtherapeut der ÖÄK, der ÖGVT und der AVM, Lehrbeauftragter an der Medizinischen Universität Graz und im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Karl Franzens Universität Graz. Mitglied des PSYI- und PSYII- und PSYIII iVT-Leitungsteams.

HAAS Karin, Dr.in phil., Dr.in med., Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Oberärztin im LKH Graz Süd-West (C/L-Dienst), ÖÄK-Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Sexualtherapeutin, Mitglied des PSY 3 iVT-Leitungsteams.

PSY 1

ÖÄK-Diplom für psychosoziale Medizin

Das PSY 1 Diplom versteht sich als Einstieg in das dreistufige PSY-Diplom-Curriculum. Inhaltlich bietet das Gleichenberger PSY 1 Seminar halbtäglich die Fortsetzung des Einführungskurses in die Grundlagen des ärztlichen Gesprächs, am jeweils anderen Halbtag besuchen die TeilnehmerInnen die Balintgruppe.

Voraussetzung: Abgeschlossenes Medizinstudium und Teilnahme am ersten Teil des Einführungskurses in die Grundlagen des ärztlichen Gesprächs zu Beginn des PSY 1 Diploms (www.psygraz.at).

Anmeldung: PSY 1 EinsteigerInnen bekommen die Information zu den Gleichenberger Gruppenseminaren anlässlich der ersten Veranstaltung des PSY 1 Curriculums. Die persönliche Anmeldung zur Teilnahme am Gleichenberger PSY 1 Seminar erfolgt dort.

Vertiefung des Ärztlichen Gesprächs - Video-Feedback Training

Aufbauend auf der ersten PSY 1 Veranstaltung in Graz haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, typische Gesprächssituationen aus ihrem jeweiligen Arbeitsfeld aufzuzeichnen (Tonband, Video) und nach Bad Gleichenberg mitzubringen.
Die Inhaltsanalyse dieser aufgezeichneten Gespräche sowie weitere, in Rollenspielen nachgezeichnete Arzt-Patienten-Begegnungen, werden als praktische Unterlagen für den Erwerb der professionellen ärztlichen Gesprächsführung genutzt.
In Verbindung mit einer vertiefenden Auseinandersetzung mit den theoretischen Kenntnissen zur ärztlichen Gesprächsführung wollen wir deren Nutzen für die eigene ärztliche Praxis optimieren.

EGGER Josef W., Univ.-Prof., Dr., Jg. 1949, em. Universitätsprofessor für Biopsychosoziale Medizin an der Medizinischen Universität Graz, Medizinpsychologe; Lehrtherapeut & Supervisor (ÖGVT, AVM, ÖÄK). Leiter des PSYIII-Lehrgangs „integrative Verhaltenstherapie“ (WGPM), Hrsg. der Fachzeitschrift „Psychologische Medizin“, Univ.-Klinik für Med. Psychologie & Psychotherapie Graz, Villa Hahnhof, Roseggerweg 50, 8036 Graz.

Balintgruppe

Die Balintgruppe fokussiert auf die Arzt-Patienten-Beziehung. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, Begegnungen aus ihrem Arbeitsalltag vorzustellen, die sie besonders beschäftigen. In der Gruppe werden dabei Phantasien, Gefühle und Körperwahrnehmungen ausgelöst, die die unbewussten Anteile der Interaktion fassbar machen. Mit diesem erweiterten Verständnis ergeben sich neue Ansätze im Umgang mit den Problemen der PatientInnen.
Neue Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten können gefunden werden und die emotionale Entlastung steigert die Zufriedenheit mit dem ärztlichen Beruf. Die Teilnahme an einer Balintgruppe fördert auch das Verständnis für bio-psycho-soziale Zusammenhänge.

SUCHAR Gerald, Dr. med., Jg. 1959, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Primar an der Privatklinik St. Radegund für Psychiatrische Rehabilitation, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz. Lehrtherapeut ÖÄK, Balintgruppenleiter.

LERCH Nikolaus, Dr.med., geb. 1975, FA für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Arzt f. Allgemeinmedizin, Oberarzt an der Privatklinik St. Radegund, davor viele Jahre an der Univ. Klinik f. Medizinische Psychologie und Psychotherapie tätig, Balintgruppenleiter, Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz.

PSY 2

ÖÄK-Diplom für psychosomatische Medizin

PSY 2 TeilnehmerInnen im 2. Semester: Im Rahmen dieses Curriculums wird eine Selbsterfahrungsgruppe angeboten, die als Jahresgruppe in Graz fortgeführt werden kann. Die Anmeldung erfolgt gemäß ihres Ausbildungsplans automatisch.

Voraussetzung: absolviertes PSY 1 Diplom, Anmeldung für das laufende PSY 2 Curriculum

PSY 2 TeilnehmerInnen im 4. Semester können eine Selbsterfahrungsgruppe frei wählen. Dafür muss die Anmeldung direkt bei der Gleichenberg Organisation unter Hinweis auf die PSY-Diplom-Ausbildung erfolgen.

Selbsterfahrungsgruppe

In der Selbsterfahrungsgruppe werden über die Mitgestaltung einer noch offenen und unvertrauten sozialen Situation die eigenen Bestrebungen, Ängste und kompensatorischen Sicherungen in Szene gesetzt. Diese lebenstypische Teilhabe in der „Welt der Gruppe“ ermöglicht auch eine Bewusstmachung der Dynamik in der Gestaltung der Beziehungen in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis und Beruf. Die Gruppe bietet außerdem ein Übungsfeld, um neue Wege in der Begegnung mit sich selbst und anderen zu gehen, sei es mit Neugier oder noch mit Ängsten.

HOFFMANN-WIDHALM Herta, Dr.in phil., A-1120 Wien, Arndtstraße 87, Psychotherapeutin, Lehrbeauftragte für Trauma-, Lehrtherapie und Lehrsupervision in der Fachsektion für Integrative Gestalttherapie (ÖAGG) in Kooperation mit der Donau- Universität Krems. www.psychotherapie-in-wien.at

PSY 3

ÖÄK-Diplom für Psychotherapeutische Medizin

Voraussetzung: absolviertes PSY 1 und PSY 2 Diplom

Die Teilnahme am unten beschriebenen Seminar ist für alle PSY 3 TeilnehmerInnen des Grazer WGPM-Lehrgangs, die das Hauptfach „Integrative Verhaltenstherapie / Verhaltensmedizin“ gewählt haben, im Rahmen des Jahresplanes „rot“ vorgesehen. Die Anmeldung ist bereits durch die Teilnahme am Jahrescurriculum durch die WGPM erfolgt.

Hauptfach integrative Verhaltenstherapie: Schematherapie

Die Analyse verinnerlichter Schemata, ihr kognitiv-emotionaler Bedeutungsgehalt und ihre Nutzung im Ablauf einer aktuellen Verhaltenstherapie. Die Bearbeitung von „schwierigen“ Interaktionen zwischen PatientInnen und TherapeutIn wird mittels „schemafokussiertem Vorgehen“ nach J. Young sowie der „Plananalyse“ von F. Caspar dargestellt. Diese Ansätze erweisen sich oft als erstaunliche Hilfe für das weitere psychotherapeutische Vorgehen. Zwar werden beide Konzepte der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapierichtung zugerechnet, sie können aber auch als schulenübergreifende psychologische Behandlungsansätze verstanden werden. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Schemaanalyse bzw. Plananalyse stellen die Teilnehmer aus der eigenen Praxis Therapieverläufe vor, die als Fallbeispiele für die gemeinsame Gruppenarbeit genützt werden.

Dieses Seminar ist für ÄrztInnen reserviert, die sich im aktuellen PSY 3-DiplomCurriculum mit Hauptfach Integrative Verhaltens therapie/Verhaltensmedizin befinden.

WERDIGIER Ruth, Psychotherapeutin (ausgebildet in Verhaltens- und Hypnotherapie), Trainerin, Supervisorin, Coach und Mediatorin mit langjähriger Erfahrung in eigener Praxis. Leiterin von Selbsterfahrungsgruppen in der Verhaltenstherapieausbildung (Wien/Graz), Wirtschaftsseminaren und Teamsupervisionen in großen Organisationen und Institutionen. Spezialthemen: Konflikt- und Kritikmanagement, Persönlichkeitsentwicklung, Motivation und Skilltraining.

Standort

Feldgasse 38
8330 Feldbach
Österreich