Kleingruppen

Workshops

Zen-Projekt für Therapeut:innen

Gelassenheit 
Es geht im Zen-Projekt – wie im Leben insgesamt - um einen stillen Geist gelassener Präsenz, um das Erfahren und Erkennen dessen, dass das Leben ein Tanz mit der Schwerkraft ist, leicht, dynamisch und hocheffizient. Wir unterliegen nicht der Schwerkraft, weil das Leben die Antwort darstellt, und das in jeglicher Hinsicht. 

Wahrnehmen, Erkennen, Verstehen
Unser Wahrnehmen, Erkennen und Verstehen ist ein Geschehen im Ganzen, ein Geschehen des Ganzen. Im Zen spricht man von Erleuchtung und in den Budo-Künsten von natürlicher Bewegung, sofern in unserem Wahrnehmen nichts anderes existiert als wahrnehmen und in unserem Erkennen nichts anderes als erkennen, was immer auch ein Verstehen bedeutet. 

Spiritualität
Die künstliche Intelligenz des Sprachlichen entsteht inmitten der natürlichen Intelligenz des wahrnehmenden, erkennenden und verstehenden bewussten Seins. Dessen spirituelle Dimension offenbart sich im Nichtanhaften an eine Welt bloß gedachter Realitäten. Das Leben beinhaltet die Sprache, die Sprache aber nicht das Leben. 

Haltung
Entschlossenes Nichtanhaften an eine Welt der identischen sprachlichen Fälle offenbart das Erkennen unseres Seins mitten im Leben. Sie können in dieser Woche erkennen, dass jegliche Meisterschaft – auch die des achtsamen Seins - ein Ausdruck des Natürlichen ist. Da wir uns auch bewegen, sollten Sie lockere Kleidung und – sofern vorhanden – auch ein Sitzkissen mitbringen.

Dieser Workshop steht ALLEN Interessent:innen zur Anmeldung offen!

Gerd Walter
Gerd Walter

Gerhard, Initiierter Zen-Lehrer, 8. Dan Aikido, abgeschlossenes Design-Studium an der HdK Hamburg, hat über viele Jahre immer wieder in japanischen Zen-Klöstern gelebt und als Meisterschüler von alten Aikidomeistern gelernt, leitet seit über 30 Jahren einen eigenen Aikido-Zen Dojo in Berlin, langjährige internationale Lehrtätigkeiten, u.a. an der Schaubühne Berlin, HdK Berlin, über mehrere Jahre Lehrauftrag an der Universität Oldenburg.

http://aikido-zen-berlin.de/

Die Neuen Symptome. Vom allmählichen Verschwinden des Unbewussten

Wir sind gegenwärtig Zeugen und Mitspieler einer scheinbar gegensätzlichen Bewegung: Während in repressiven Disziplinargesellschaften, wie z.B. in China, die fortgeschrittensten Technologien und Medien eingesetzt werden, um ganze Bevölkerungsgruppen zu kontrollieren und die Freiheit des Einzelnen durch Verbote zu beschneiden, werden dieselben Technologien und Medien in den westlichen Staaten als Apparate eines „liberalen Überwachungskapitalismus“ angewandt, um die Freiheit des Einzelnen auszubeuten und sein Konsumverhalten zu lenken und seine Leistungsfähigkeit zu optimieren.

Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche führt zu einer Fragmentierung des Sozialen und zu einem zunehmenden Verschwinden der Andersheit und Fremdheit und damit auch zu einem allmählichen Verschwinden des Unbewußten. Die Folge davon sind vermehrt neue Symptome, die sich von den Symptomen einer Gesellschaft, die durch Verbote bestimmt wird, unterscheiden: Sucht, Essstörungen, „Als-Ob“- Persönlichkeiten, psychosomatische Störungen, Angststörungen und das Erlöschen des Begehrens in der Depression.

Um die Symptome dieser Pathologien der Abhängigkeit einerseits und der narzisstischen Loslösung vom Anderen andererseits besser für die Theorie und Praxis verstehen zu lernen, werden wir im Workshop im Zusammenspiel von Theorie, Diskussion und Supervision miteinander denken und arbeiten.


Karl Stockreiter

Dr. phil., Univ.-Doz., Studium der Philosophie an den Universitäten Berlin und Wien; Habilitation im Bereich der Kulturwissenschaften und Psychoanalyse an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz; Psychoanalytiker in freier Praxis, Lehranalytiker im WAP und im Linzer Arbeitskreis für Psychoanalyse, Mitbegründer der Forschungsgruppe für Psychoanalyse stuzzicadenti, Mitglied der Neuen Wiener Gruppe Lacan Schule, Mitherausgeber der Zeitschrift „texte.psychoanalyse.ästhetik.kulturkritik“.

https://stuzzicadenti.at/wwtf-projekt/karl-stockreiter/

Selbsterfahrungsgruppen

Personen, die in nahen beruflichen oder privaten Beziehungen stehen, wird empfohlen, nicht gemeinsam eine Selbsterfahrungsgruppe zu belegen. Die gewählte Selbsterfahrungsgruppe arbeitet während der gesamten Seminarzeit miteinander. Kontinuierliche Anwesenheit wird daher vorausgesetzt. Alle mit einem * gekennzeichneten Kleingruppen werden als Selbsterfahrung (34 Stunden) im Rahmen des Psychotherapeutischen Propädeutikums an der Universität Graz angerechnet.

Die heilsame Wirkung des Waldes in der Integrativen Therapie*

In Digitalisierungszeiten wächst die Sehnsucht nach Natur, dem Naturerleben. In der Pandemie wurde deutlich, wie wichtig der Zugang zur Ressource Natur ist, weil echt, (an)greifbar, unmittelbar und für fast jede/n zugänglich. Der Wald, ein Park, ein Garten, Grünpflanzen - Grün ist Ressource, Ort der Stille, der komplexen Achtsamkeit, der Erholung, der Frische, der Entdeckung, der Entspannung und vieles mehr. Die heilsame Wirkung des Waldes im Rahmen einer Integrativen Selbsterfahrungswoche zu erleben bietet vielfältige Chancen: Wir wollen in diesem Seminar ganz einfach genussvoll die wiedergewonnene Präsenzmöglichkeit selbstwirksam, in einer Gruppe und in Bad Gleichenberg erleben. Es ist die Einladung, die Freude an der Frische, am Lebendigen mit der Liebe zur Natur als salutogene Ressource (wieder) zu entdecken, Neuorientierung zu suchen und /oder Aufgaben, die bevorstehen, kreativ in einer Selbsterfahrungsgruppe zu entwickeln.

Bitte mitbringen: Bequeme Kleidung, Decke, gute Schuhe, Regenschutz, ein Meditationskissen


Astrid Polz-Watzenig
Astrid Polz-Watzenig

Mag.a MSc, ist Psychotherapeutin (Integrative Therapie), Theologin und Coach. Sie ist zertifizierte Naturpark-Auszeitbegleiterin und Atem- und Achtsamkeitslehrerin der Wiener Atemschule, leitet das Institut für Familienberatung und Psychotherapie sowie die Lehranstalt für Ehe- und Familienberatung der Diözese Graz-Seckau und ist Lehrbeauftragte an der Universität Graz und an der KPH Graz. Publikation zum Thema: Die heilsame Wirkung des Waldes in der Integrativen Therapie mit zahlreichen Übungsbeispielen für die Praxis, Springer Verlag, 2020.

http://www.astridpolzwatzenig.at/

Analytisches Psychodrama*

Die Verbindung von Psychoanalyse bzw. Gruppenpsychoanalyse mit Psychodrama eröffnet einen besonderen Zugang zu latenten Bereichen der Persönlichkeit und ermöglicht vor allem Antworten auf Fragen zum eigenen Selbstbezug und zur Beziehung zum Anderen (wie stehe ich zu mir, was bedeutet der Andere für mich und was will ich für ihn bedeuten?).

Die szenisch-expressive Darstellung der von der Gruppe gemeinsam erarbeiteten Phantasien, in denen jedes Gruppenmitglied die von ihm frei gewählte Rolle spielt und in die auch die Gruppenleitung stets miteinbezogen ist, lässt prägnant und anschaulich aktuelles Erleben auch in seinen unbewussten Dimensionen als Übertragungsphänomen hervortreten und führt es auf seine Entstehungsgeschichte zurück.

So wird auch Raum für die Artikulation verloren geglaubter Gefühle und für Ansätze zur Überwindung ständig wiederkehrender Konflikte geschaffen.

August Ruhs
August Ruhs

Univ.-Prof., Dr.med., Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytiker (IPV), Gruppenpsychoanalytiker, Psychodramalehrtherapeut. Bis 2011 stellv. Leiter der Univ.-Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinuniversität Wien. Ehem. Vorsitzender des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse. Mitbegründer und Vorsitzender der 'Neuen Wiener Gruppe/Lacan-Schule', Mitherausgeber der Zeitschrift 'texte. psychoanalyse. ästhetik. kulturkritik'. 

https://de.wikipedia.org/wiki/August_Ruhs

Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP)*

Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist ein anerkanntes tiefenpsychologisches Verfahren. Im Zentrum stehen Imaginationen, die die Bearbeitung von innerseelischen Konflikten ermöglichen, Ressourcen fördern und entfalten helfen sowie kreative Prozesse in Gang setzen. Die Gruppenmitglieder einigen sich auf ein Motiv, zu dem sie nach einer kurzen Entspannungsübung gemeinsam imaginieren. Es folgen eine Phase des Malens und Zeichnens und die Reflexion in der Gruppe. Dabei kann das imaginativ Erlebte mit überdauernden und aktuellen Lebensthemen in Beziehung gebracht werden.

Bitte mitbringen: Decke (die Gruppenimagination findet im Liegen statt) und Zeichenmaterial (Zeichenblock, Farben)

Brigitte Spreitzer-Fleck
Brigitte Spreitzer-Fleck

Mag.a Dr.in, ao. Univ.-Prof.in am Institut für Germanistik der Universität Graz; KIP-Lehrtherapeutin mit partieller Lehrbefugnis (ÖGATAP); Redaktionsmitglied der Zeitschrift Imagination; Fort- und Weiterbildungen in Traumatherapie, Psychosomatik, Kunsttherapie, Suchtbehandlung, Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen, Ritualarbeit nach C. G. Jung; Publikationen im Bereich Psychotherapie und Psychoanalyse sowie Kultur- und Literaturwissenschaft. 

https://psychotherapie-spreitzer.at/

Verhaltenstherapeutische Gruppe*

Die verhaltenstherapeutische Selbsterfahrung hat zum Ziel uns mit uns selbst und unseren Gefühlen zu konfrontieren um unser Verhalten besser verstehen zu lernen. Schemata, die durch unsere emotionalen Erfahrungen in der Kindheit entstanden sind prägen unser Verhalten und sollen durch Übungen in der Gruppe erfahrbar – und damit veränderbar – gemacht werden.

Ausgehend von einer achtsamen und wertschätzenden Grundhaltung wenden wir uns persönlichen Ressourcen aber auch problematischen Selbstanteilen zu. Die Methoden wie z.B.: Achtsamkeitsübungen, Imaginationsübungen, kognitive Methoden, kreative Methoden, Identifikation dysfunktionaler Schemata und Rollenspiele werden den Bedürfnissen der Gruppe angepasst.

Carola Strobl-Unterweger
Carola Strobl-Unterweger

Mag.a, Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie, Fortbildungen in Hypnotherapie & Schematherapie). Klinische & Gesundheitspsychologin, Verkehrspsychologin. Langjährige Tätigkeit in eigener Praxis in Graz. Supervisorin (KAGES, Magistrat Graz, AMS), Leitung von Selbsterfahrungsgruppen und Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung, Lehrbeauftragte an der Universität Graz und an der Medizinischen Universität Graz, Lehrbeauftragte für PSY 2 und 3 in Integrativer Verhaltenstherapie. 

https://strobl-unterweger.at

Gestalttherapeutische Gruppe*

Im geschützten Rahmen und mit Hilfe der Gruppe werden die eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten und zwischenmenschlichen Kontaktmuster bewusster erlebt und neue Handlungsmöglichkeiten entdeckt. Problematische Lebenssituationen werden im Zusammenhang mit der eigenen Lebensgeschichte betrachtet und deren persönliche Bedeutung für die künftige Lebensgestaltung gesucht. Nach den drei "Es" der Gestalttherapie, sie ist experimentell, existentiell und erlebnisorientiert, werden Alternativen zu alten Lösungen ausprobiert. Der Zugang zu den eigenen kreativen Ressourcen und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung gehören zu den Zielen dieser Gruppe. Die Methoden können gestalttherapeutische Rollenspiele und Darstellungen, Traumarbeit und den Einsatz von künstlerischen Materialien einschließen.
Egon Urban
Egon Urban

Dr., Praxis Wien: Bernardgasse 26/2, A-1070 Wien, Tel.: 01 715 3633, Praxis OÖ: Kalkofen 22, A-4644 Scharnstein, Tel.: 0664 973 1997.

http://www.praxis07.at

Beatrix Wimmer
Beatrix Wimmer

Mag.a phil. Jg. 1963, Psychologin, Gestalttherapeutin in freier Praxis seit 1998, Vorsitzende der EAGT (europäische Vereinigung für Gestalttherapie), Stv. Vorsitzende der Österr. Vereinigung für Gestalttherapie, Aus- und Fortbildungstätigkeit im europäischen Raum und in Nepal, A-1090 Wien, Fluchtgasse 7/12. 

http://www.oevg-gestalt.at & https://www.eagt.org

Achtsamkeit und SelbstMitgefühl in der Psychotherapie*

Achtsamkeit und Selbstmitgefühl sind essentielle Grundlagen für Patient *innen, Klient*innen sowie für Menschen die im sozialen Kontext arbeiten.

Achtsamkeit ist eine wunderbare Technik um uns in der Gegenwart zu verankern. Es ist eine Technik um wahr-zunehmen, ohne zu bewerten. Nicht zu bewerten scheint unmöglich. Sich diesem Bewusstseinsraum jedoch zu nähern, ist im beruflichen wie auch im privaten Bereich höchst hilfreich.

Schmerz und Leid sind integraler Bestandteil des Menschseins sowie jedes therapeutischen Prozesses. Um Schmerz nicht zu vermeiden benötigen wir die Fähigkeit diesen wahrzunehmen, und fürsorglich aus zu halten. Hier kommt Selbstmitgefühl ins Spiel. Selbstmitgefühl hält den Schmerz, gibt Liebe dazu, und aktiviert die Motivation helfen zu wollen (Tanja Singer). Ein anderes Helfen als aus Mitleid, ein Helfen das in Aktion geht, und den Schmerz halten kann.

Der Selbsterfahrung in Achtsamkeit und SelbstMitgefühl werden wir uns mit Übungen, Meditationen und Austausch nähern.

Methoden, theoretische Grundlagen unter anderem: J. Kabat–Zinn (MBSR), C. Germer & C. Neff (MSC), P. Gilbert (CFT), KBT, sowie Techniken verschiedener Meditationsrichtungen. Es sind keine Vorerfahrungen in Meditation nötig.


Ewald Pollheimer
Ewald Pollheimer

Psychotherapeut (KBT) in eigener Praxis, Leiter des Projekts „Selbstmitgefühl mit Achtsamkeit“ der promente Reha Neusiedlersee für psychosoziale Gesundheit, Certified MSC-Lehrer, langjährige Meditationserfahrung in Zen Praxis

https://www.pollheimer.org/

Paul Kaufmann
Paul Kaufmann

Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, ärztlicher und therapeutischer Leiter der promente Reha Neusiedlersee für Psychosoziale Gesundheit, Certified MSC-Lehrer.

https://consalvo.at/

Transaktionsanalytische Gruppe*

Jeder Mensch ist ein selbstverantwortliches Wesen, welches nach Integrität der individuellen Persönlichkeit, bewussten Erfahrungen und Selbstverwirklichung strebt. Veränderungs- und Lernprozesse zielen auf Bewusstheit, Spontaneität und die Fähigkeit zu Intimität.

Die Gruppe arbeitet mit den tiefenpsychologisch-psychodynamischen Grundkonzepten der Transaktionsanalyse nach Eric Berne. Über das Erkennen, wie ich mir und anderen gegenüberstehe, der elterlichen Botschaften, der Art der Transaktionen (Kommunikationsmuster) und der Art der Strokes (Zuwendung), wird der Lebensplan (Skript), der zur Bewältigung von intrapsychischen Vorgängen und Konflikten dient, sichtbar. Einschränkungen in Wahrnehmung, Denken, Fühlen, Verhalten und Kommunikation durch festgelegte Muster werden deutlich und als psychische Überlebensreaktionen erkannt. Die als Kind in Abhängigkeit oder Gefährdung getroffenen Entscheidungen, die in diesen Situationen wichtig waren, können durch Erinnern und Erleben alter Erfahrungen korrigiert werden und neue, der aktuellen Situation besser entsprechende Entscheidungen getroffen werden. Mit unterschiedlichen Methoden – Arbeit am theoretischen Modell, zeichnerische Darstellung oder im Rollenspiel – werden die Grundkonzepte den Teilnehmer*innen nahegebracht.

Gerhard Buchinger
Gerhard Buchinger

Dr. phil., Transaktionsanalytischer Psychotherapeut und Lehrtherapeut (ITAP), Klinischer und Gesundheitspsychologe, Supervisor, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Weiterbildung in analytischer und tiefenpsychologisch fundierter Gruppenpsychotherapie (IAG), tätig als Leiter des Psychologischen Dienstes Land Steiermark und in freier Praxis.

Annemarie Trkmic
Annemarie Trkmic

Dipl.-Päd.in, Transaktionsanalytische Psychotherapeutin und Lehrtherapeutin (ITAP), Hypnotherapeutin, tätig in freier Praxis.

https://www.itap.at/psychotherapeutinnen

Pferdeunterstützte Systemische Selbsterfahrungsgruppe*

Beobachten wir Pferde bei ihrem freien Spiel, kommen wir kaum umhin, dass Assoziationen von menschlichem Verhalten aufkeimen. Pferde dienen für viele Menschen als Projektionsfläche, regen Fantasien, Wünsche und Träume an. Sie verkörpern das Wilde und Ungestüme so wie das Sanfte und Fürsorgende, ohne Widerspruch. Seit Jahrtausenden stellen sie sich in den Dienst der Menschen und blieben doch Wesen der Freiheit. Sie unterwerfen sich niemals ganz, gehen mit uns durch Dick und Dünn. Wenn man dem Pferd in der Freiarbeit, die Möglichkeit bietet selbstbestimmt mit uns in Interaktion zu treten, entwickelt sich ein freies Spiel zweier kommunizierender Wesen. Durch wechselseitige Resonanz kommt es zu einer Antwortbeziehung und so kann eventuell ein gemeinsamer zielgerichteter Sinn entwickelt werden. Zirkuläre Prozesse und systemische Zusammenhänge werden im Zusammenspiel mit dem Pferd erlebbar und können so auf andere Lebensbereiche umgelegt werden. In dieser Woche haben wir die Gelegenheit das freie Spiel zwischen, Mensch, Pferd und Natur zu nützen, um uns selbst, unserer Verbundenheit und Präsenz wieder ein Stück näher zu kommen. In dieser Pferdeunterstützten Systemischen Selbsterfahrungsgruppe nützen wir die Kooperation der Pferde, um systemische Haltung, systemische Ansätze und systemische Methoden sichtbar zu machen. Es handelt sich hierbei um kein Reitseminar und es sind auch keine Vorerfahrungen mit Pferden notwendig - nur Outdoorkleidung. Wir arbeiten zumeist vom Boden aus.

Die Pferdeeinheiten dieses Seminars finden am Sonnriegelhof in St. Martin a. d. Raab statt - ca. 1/2 Auto- Stunde von Bad Gleichenberg entfernt.

Co - TherapeutInnen auf vier Beinen, El-Niño (21J Knapstruperwallach), Amafee (16J Andalusierstute,); Arthos Crest (8J Paintwallach), J.D. (7J Pintostute).

Ingrid Egger
Ingrid Egger

MSc, Lehr- und Psychotherapeutin für Systemische Familientherapie der ÖAS. Besitzerin des Sonnriegelhofes und der Therapiepferde. Ausbildung für Pferdeunterstützte Psychotherapie EAGALA.

Co - TherapeutInnen auf vier Beinen, El-Niño (21J Knapstruperwallach), Amafee (16J Andalusierstute,); Arthos Crest (8J Paintwallach), J.D. (7J Pintostute).

Psychoanalytische Gruppe*

Die psychoanalytische Selbsterfahrungsgruppe schafft einen Rahmen, in dem sich Einzelne im Kontakt mit anderen Menschen intensiver erfahren und Einblicke in ihre oft unbewussten Reaktions-und Verhaltensmuster gewinnen. Sie bietet sich besonders an zur Entwicklung von sozialen Fähigkeiten wie Kontakt- und Beziehungsaufnahme, Abgrenzung, Durchsetzung eigener Bedürfnisse und Einfühlung in die Bedürfnisse anderer.

Darüber hinaus vermittelt sie weitgehende Einblicke in die dynamischen Gesetzmäßigkeiten von Gruppen.

Jutta Menschik-Bendele
Jutta Menschik-Bendele

Univ.-Prof.in Dr.in phil., Diplome in Psychologie und Politologie, sowie Promotion als auch Habilitation im Fach Psychologie an der Freien Universität Berlin. Von 1984 bis zu ihrer Emeritierung 2012 o.Univ.Prof. für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse an der Alpen Adria Universität Klagenfurt. Von 2010-2014 Vizerektorin für Forschung. Psychotherapeutische Praxis und Lehrbefugnis für Psychoanalyse, Systemische Therapie und Gruppenpsychoanalyse. Kontinuierliche Leitung von Kleingruppen und der Großgruppe bei den Workshops der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse in Altaussee. 

https://www.psyonline.at/menschik-bendele

Das Erbe unserer Ahnen - Transgenerationale Resonanzen*

Worte springen wie die Affen von Baum zu Baum,
aber in dem dunklen Bereich, wo man wurzelt,


entbehrt man ihrer freundlichen Vermittlung.
Robert Musil

Transgenerationale Weitergabe mutet oft mystisch und archaisch an. Jenseits von expliziter Sprache beruht ihre Wirkung auf impliziter Kommunikation zwischen den Generationen. Gerade das Nicht-Gesagte, das Undenkbare, die Leerstelle, das Geheimnis enthalten oft hoch emotionale, bedeutsame Information. Basis für soziale Vererbung ist der Beziehungskontext – also die Verbundenheit und Loyalität in unseren Familien.

Keine Ahnung von den Ahnen?

In diesem Seminar werden vielfältige Erfahrungsangebote mit Reflexionsformen verknüpft, um unerforschte Bereiche transgenerationalen Wissens erfahrbar und erfassbar zu machen. Die Arbeit mit dem Körper ist dabei zentral. Prägende generationenübergreifende Muster und Vernetzungen werden handelnd und fühlend wahrnehmbar, sie finden Bilder, Sprache und Reflexion. Transgenerationale Phänomene wie verdeckte Botschaften, Aufträge oder Tabus können sich einschränkend auf unser Leben auswirken. Diese in Frage zu stellen und neu einzuordnen, eröffnet ein Erleben von Präsenz als Fülle von Möglichkeiten in der Gegenwart. Es erwartet Sie eine geführte Reise in eine verborgene, vielleicht verbotene Welt abseits des Offensichtlichen – von heute über gestern nach morgen und retour – über Verdichtungen und Sichtungen zu Lichtungen.

Methoden und theoretischer Background: Psychoanalytische Selbstpsychologie, Analytische Körperpsychotherapie, Bindungs- und Mentalisierungstheorie, Dialogisch-Systemische Aufstellungsarbeit, Dynamische Gruppenpsychotherapie

Karl Stoxreiter
Karl Stoxreiter

Dr. phil., Jg. 1954, A-4020 Linz, Graben 25, Psychotherapeut, Gesundheits-, klinischer und Organisationspsychologe, Supervisor (ÖVS), Coach, Teamentwickler. Methoden: Bioenergetische Analyse, Analytische Körperpsychotherapie, Gruppendynamik & Gruppenpsychotherpie (ÖAGG), Transpersonale Psychologie/ Psychotherapie (ÖATP). Freie Praxis in Linz, Arbeitsschwerpunkte: Krankenhäuser und psychosozialer Bereich. 

https://www.stoxreiter.at

Gerlinde Laaha-Suchar
Gerlinde Laaha-Suchar

Jg. 1965, Psychoanalytikerin, Lehranalytikerin im Wiener Kreis für Psychoanalyse und Selbstpsychologie, PSY3-Lehrtherapeutin der ÖÄK, Psychotherapeutin und Supervisorin in freier Praxis in Graz und Wien. 

https://www.stlp.at/therapeut/gerlinde-laaha-suchar/

Der Körper spricht, bevor du sprichst / Existenzielles Grounding - Existenzanalyse mit dem Körper *

Ausgangspunkt existenzanalytischer Arbeit ist eine responsive körperleibliche Person in einer Situation. Existenzielles Grounding ist eine achtsame phänomenologische Form von körper-psychotherapeutischer Arbeit und öffnet den Weg zum eingefleischten wahren Selbst. Das KörperLeibliche Erleben ist immer dabei und bildet den Nullpunkt unseres In-der-Welt-Seins. Im Erleben von Ich bin und im sich in Empfang nehmen kann sich der nächste Schritt wie von selbst zeigen. Dieser Zustandswechsel vom Alltagsbewusstsein zum gefühlten Seinserleben, zu einem in der Tiefe erlebten ich bin, wird geübt und experimentell erprobt. Lebensfreude, Vitalität und Präsenz werden erhöht und es wird möglich, dass die Komplexität des Lebens zur Einfachheit finden kann. Es ist ein Eintauchen in das Mysterium des Selbstverständlichen. Wir entdecken in der Tiefe körper-leiblicher Prozesse basale Ressourcen, so dass wir in der Existenzanalyse sagen: das Sein ist selbst schon ein Können. Hinweise zur existenzanalytischen Struktur- und Prozesstheorie, sowie leibphänomenologische Anmerkungen runden die Körperarbeits- und Selbsterfahrungssequenzen ab.

Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, warme Socken, Schreibmaterial, eine Matte und ein Sitzkissen mit, da wir auf dem Boden arbeiten werden.

Markus Angermayr
Markus Angermayr

Mag.phil.fac.theol., Psychotherapeut (Existenzanalyse), Philosoph, Lehrausbildner der GLE, Focusing-Ausbildner. Weiterbildungen in Körperorientierter Traumatherapie, Psychodynamisch Imaginativer Traumatherapie, Therapie von Persönlichkeitsstörungen, Focusing, Breema-Bodywork-Instructor. Selbsterfahrungsorientierte Trekkingreisen weltweit. 

https://www.markusangermayr.at

Existenzielle Filmtherapie Selbsterfahrung im Spiegel berührender Spielfilme*

Die Existenzielle Filmtherapie versucht zunächst, gemeinsam mit den Teilnehmer:innen die Tiefen- und Sinndimension einer Filmgeschichte zu erschließen. Am Beispiel dieser Deutung ermöglicht sie dem/der Einzelnen eine ganzheitliche, existenzielle und personale Sicht auf das eigene Selbst in seinen lebensgeschichtlichen Zusammenhängen. Auch jede Erkrankung eines Menschen hat zuerst immer eine existenzielle, persönliche Dimension, sie ist Sprache seiner Seele – seiner Gefühle –, die aufmerksam wahrgenommen und angemessen verstanden sein will. Es wäre geradezu fahrlässig, Leid nur symptomatisch zu behandeln und wie eine lästige Funktionsstörung beseitigen zu wollen ohne die existenzielle Bedeutung in ihrer konkreten Psychosomatik zu verstehen. Die Bedeutung wahrhaftiger Filmgeschichten für Therapie und Selbsterkenntnis wird in dieser Gruppe mit ausführlichen Beispielen veranschaulicht und in gemeinsamen existenziellen Analysen zu erleben sein. Die Teilnehmer:innen sind eingeladen, durch die gemeinsame Filmdeutung ihre Sicht auf die eigene Person zu erhellen und zu vertiefen.

Otto Teischel
Otto Teischel

Mag. Dr., Philosoph, Psychotherapeut (Existenzanalyse & Logotherapie; Psychoanalyse), Schriftsteller und Psychoanalytiker, arbeitete als Kleinverleger, Galerist, Buchhändler, Filmkritiker, Dozent in der Erwachsenenbildung und in einer eigenen Philosophischen Praxis in Bonn; derzeit freiberuflicher Psychotherapeut in Klagenfurt am Wörthersee.

http://www.teischel.com/

Analytische Traumgruppe*

Träume hatten in jeder Gesellschaft und zu jeder Zeit ihren kulturspezifischen Stellenwert. Seit Freud gelten sie als Königsweg zur Erforschung des Unbewussten. Wir wollen als analytische Selbsterfahrungsgruppe auf unsere Träume achten, offen, respektvoll, konstruktiv und zugewandt Eigenheiten der Traumbotschaften nachspüren, unsere Reaktionen analytisch verwerten, Widerstände erkennen lernen und Deutungsmöglichkeiten erfahren. Theorie und eigene Erfahrung sollen auf Deckungsgleichheit prüfbar gemacht, anwendungstaugliche „Modelle“ erarbeitet und zum therapeutischen Instrumentarium werden. Personen, die zueinander in einem privaten oder beruflichen Naheverhältnis stehen, sollten lieber nicht gemeinsam teilnehmen. Mitzubringen sind Neugier, Unbefangenheit, die Bereitschaft zu diskretem, offenem und nicht manipulativem Umgang miteinander und der Mut, sich einzubringen.

Peter Christian Endler
Peter Christian Endler

Dr. Dr., eingetragener Psychotherapeut (Psychoanalytische Psychotherapie und Gruppenpsychoanalyse), Leiter von Analytischen Gruppen im Gerontopsychiatrischen Zentrum Graz sowie online in freier Praxis, Co-Leiter von Gruppen der IAG in Altaussee; Hochschullehrer und Autor. WHO Experte, Leiter des Interuniversitären Kolleg für Gesundheit und Entwicklung Graz / Schloss Seggau; Prof. am Europäischen Branch Campus der Universidad Central de Nicaragua. 

http://www.pcendler.at/

Die Gruppe, ich und... Selbsterfahrung in und mit Dynamischer Gruppenpsychotherapie*

Gruppendynamik passiert in jeder Gruppe. Menschen verbringen seit jeher Zeit in Gruppen, in der Familie, unter Freund:innen oder auch in Teambesprechungen. Dafür im Kreis zu sitzen, ist hierbei vielleicht die ursprünglichste äußere Form für Gespräche, bedeutet Hinwendung und ermöglicht die Wahrnehmung aller Anwesenden. In der Gruppendynamik sind die Personen, die Zeit und der Ort Ausgangspunkt für das weitere Geschehen und damit auch Ausgangpunkt dieses Geschehen zu erleben und zu verstehen. In dieser Woche geht es um die Beziehungen in und durch die gegenwärtige Selbsterfahrungsgruppe. Die Wechselwirkung zwischen Gruppe, Person und Umwelt steht im Focus. Wir beschäftigen uns unter anderem mit Fragen wie: Welche Kräfte wirken in dieser Gruppe, wo haben die eigenen Bedürfnisse und Ängste ihren Platz und welche Rolle spielt die Leitung bei all dem? Für die Dynamische Gruppenpsychotherapie sind Gruppenprozess und persönliche Entwicklung nicht unabhängig voneinander denk- und lebbar. In dieser Woche wenden wir uns, frei gespielt von To-Do Listen und einer abzuarbeitenden Tagesordnung, dem Gegenüber im Sesselkreis zu, und erfahren damit mehr über uns selbst.

Silvia Korlath
Silvia Korlath

DSA, Psychotherapeutin (Dynamische Gruppenpsychotherapie), Lehrtherapeutin Dynamische Gruppenpsychotherapie (ÖAGG), selbstständig tätig in freier Praxis in Wien und als Gruppenpsychotherapeutin in der psychotherapeutischen Ambulanz des ÖAGG, Lehrtätigkeit, Supervision. 

https://gruppen-therapie.at/

Michael Burger
Michael Burger

Allgemeinmediziner und Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde,  Groupworker, Lehrtrainer für Gruppendynamik, Lehrsupervior und Lehrcoach, Balintgruppenleiter, Lehrbeauftragter für die Psy-Diplome der ÖÄK, regelmäßige Vortrags- und Seminarleitertätigkeiten.

http://www.michaelburger.at

Veranstalter/Mitveranstalter/Kooperationspartner


PSYGRAZ STLP Uni for Life Med-Uni Graz