PSY-Diplome

Seit Einführung der PSY-Diplome in der Steiermark vor nunmehr 28 Jahren ist das Integrative Seminar für Psychotherapie in Bad Gleichenberg Ort und Rahmen für einen Teil der jeweiligen PSY-Diplom Weiter- und Fortbildung in der Steiermark.

Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen erwerben mit den ÖÄK-Diplomen, die abgekürzt PSY 1, PSY 2, PSY 3 bezeichnet werden, in den aufeinander aufbauenden Curricula Kompetenz und Vertiefung in psychosozialer, psychosomatischer und psychotherapeutischer Medizin. Die jeweiligen Gruppenseminare, die im Rahmen der PSY-Diplom Weiterbildung der WGPM im Rahmen der Seminarwoche in Bad Gleichenberg stattfinden, so dies möglich sein wird, sind im Anschluss beschrieben.

Neben Diskussion, Wissenserwerb und Selbsterfahrung in der jeweiligen gewählten Gruppe gibt es die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch bei Plenarveranstaltungen, beim Eröffnungsvortrag und im Rahmen der gesellschaftlichen Treffen. Die Kultur des "Zu.Hörens", Dialog, erweiternde Reflexion, und gemeinsame Positionierung stärken mehr den je den Diskurs in gesundheits- und sozialpolitischen Gegebenheiten. Das Thema der Begrenzungen durch die aktuelle Situation fordert von uns allen Positionierung im medizinischen, gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Bereich und wirkt in die Beziehung mit PatientInnen hinein.

Dr.in Barbara Hasiba (Vorsitzende der WGPM) und Lehrgangsleitungsteam:
Karin Haas, Christian Jagsch, Martin Letmaier, Gerald Suchar

Wenn Sie Interesse an den PSY-Diplom-Curricula der WGPM haben freuen wir uns und laden Sie ein unter www.psygraz.at nachzulesen.

Leitung der PSY-Diplome

HASIBA Barbara, Dr.in med. Ärztin für Allgemeinmedizin, Birkfeld; Psychotherapeutin (systemische Familientherapie, Zusatzzertifikat in Säuglings-, Kinder- u. Jugendpsychotherapie); ÖÄK PSY- Diplome für Psychosoziale, Psychosomatische, Psychotherapeutische Medizin; Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Psychosomatik in der Allgemeinmedizin; Lehrsupervisorin und Lehrtherapeutin für Einzellehrselbsterfahrung (ÖAS); Lehrbeauftragte an der Med Uni Graz; Lehrtherapeutin der ÖÄK für PSY-Diplome; Balintgruppen-Leiterin; Hauptfachleiterin PSY3 - Systemische Therapie

JAGSCH Christian, Prim. Dr. med.: Vorstand der Abteilung für Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie LKH Graz II; Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin; Arzt für Allgemeinmedizin; Zusatzfacharzt für Geriatrie; Psychoanalytiker, Alterspsychotherapeut; ÖÄK PSY-Diplome für Psychosoziale, Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin; Past-Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Alterspsychiatrie und Alterspsychotherapie, Lehrtherapeut des Arbeitskreises für Psychoanalyse Graz/Linz; Lehrtherapeut der ÖÄK für PSY-Diplome; Hauptfachleiter PSY3 - Psychodynamische Therapie

SUCHAR Gerald, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Arzt für Allgemeinmedizin, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Lehrgangsleiter des PSY 1 und PSY 2 der WGPM, Lehrtherapeut der ÖÄK, Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz, Lehrbeauftragter für den ULG Musiktherapie, Balintgruppenleiter.

LETMAIER Martin, PD Dr. med.: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Graz Psychotherapeut (Verhaltenstherapie) ÖÄK PSY-Diplom für Psychotherapeutische Medizin Lehrtherapeut der Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM) und der Österreichischen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (ÖGVT) Lehrbeauftragter an der Medizinischen Universität Graz und beim Universitätslehrgang Psychotherapeutisches Propädeutikum Lehrtherapeut der ÖÄK für PSY-Diplome Lehrgangsleiter PSY1 und PSY2 Curriculum Hauptfachleiter PSY3 - Integrative Verhaltenstherapie.

HAAS Karin, Dr.in phil., Dr.in med.: Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Ärztin für Allgemeinmedizin, Biologin, Graz; Oberärztin am LKH Graz II; ÖÄK PSY- Diplome für Psychosoziale, Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin Sexualtherapeutin (DGfS); Lehrbeauftragte an der Medizinischen Universität Graz; Lehrtherapeutin der ÖÄK für PSY- Diplome; Hauptfachleiterin PSY3 - Integrative Verhaltenstherapie

PSY 1

Das PSY 1 Diplom versteht sich als Einstieg in das dreistufige PSY-Diplom-Curriculum. Inhaltlich bietet das Gleichenberger PSY 1 Seminar einen Teil mit Workshopcharakter zur Vertiefung der Grundlagen des ärztlichen Gesprächs und Einheiten in der Balintgruppe.

Voraussetzung: Abgeschlossenes Medizinstudium und Teilnahme am ersten Teil des Einführungskurses in die Grundlagen des ärztlichen Gesprächs zu Beginn des PSY 1-Diploms. www.psygraz.at

Anmeldung: diese erfolgt automatisch mit der Anmeldung zum PSY 1

Aufbauend auf der ersten PSY 1 Veranstaltung in Graz haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, typische Gesprächssituationen aus ihrem jeweiligen Arbeitsfeld aufzuzeichnen (Tonband, Video) und nach Bad Gleichenberg mitzubringen.

Die Inhaltsanalyse dieser aufgezeichneten Gespräche sowie weitere, in Rollenspielen nachgezeichnete Arzt-Patienten-Begegnungen, werden als praktische Unterlagen für den Erwerb der professionellen ärztlichen Gesprächsführung genutzt. In Verbindung mit einer vertiefenden Auseinandersetzung mit den theoretischen Kenntnissen zur ärztlichen Gesprächsführung wollen wir deren Nutzen für die eigene ärztliche Praxis optimieren.

TRITTHART Herta, Mag.a phil., A-8010 Graz, Alberstraße 19, Psychotherapeutin (Katathym Imaginative Psychotherapie, Existenzanalyse), Supervisorin, Beratung, Coaching und Selbsterfahrung. Tätig im psychotherapeutisch-psychosomatischen Konsiliar- und Liaisondienst an der Univ. Klinik für Med. Psychologie und Psychotherapie, LKH-Univ. Klinik Graz und in freier Praxis seit 1998. Lehrbeauftragte der Medizinischen Universität Graz und der Donauuniversität Krems.

Die Balintgruppe fokussiert auf die Arzt-Patienten-Beziehung. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, Begegnungen aus ihrem Arbeitsalltag vorzustellen, die sie besonders beschäftigen. In der Gruppe werden dabei Phantasien, Gefühle und Körperwahrnehmungen ausgelöst, die die unbewussten Anteile der Interaktion fassbar machen. Mit diesem erweiterten Verständnis ergeben sich neue Ansätze im Umgang mit den Problemen der PatientInnen.

Neue Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten können gefunden werden und die emotionale Entlastung steigert die Zufriedenheit mit dem ärztlichen Beruf. Die Teilnahme an einer Balintgruppe fördert auch das Verständnis für bio-psycho-soziale Zusammenhänge.

SUCHAR Gerald, Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Arzt für Allgemeinmedizin, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (integrative Verhaltenstherapie), Lehrgangsleiter des PSY 1 und PSY 2 der WGPM, Lehrtherapeut der ÖÄK, Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz, Lehrbeauftragter für den ULG Musiktherapie, Balintgruppenleiter.

LERCH Nikolaus, Dr. med., FA für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Arzt f. Allgemeinmedizin, ÖÄK Diplom für Psychotherapeutische Medizin (Systemische Therapie), Oberarzt im LKH Graz II (SO Süd), davor viele Jahre an der Univ.- Klinik f. Medizinische Psychologie und Psychotherapie tätig, sowie in der PK St. Radegund; Balintgruppenleiter, Lehrbeauftragter im ULG Psychotherapeutisches Propädeutikum an der Universität Graz.

 

 

 

 

PSY 2

PSY 2-TeilnehmerInnen im 2. Semester:
Im Rahmen dieses Curriculums wird eine Selbsterfahrungsgruppe angeboten, die als fortlaufende Gruppe in Graz fortgeführt werden kann. Die Anmeldung erfolgt gemäß ihres Ausbildungsplans automatisch.

Voraussetzung: absolviertes PSY 1 Diplom, Anmeldung für das laufende PSY 2 Curriculum

PSY 2-TeilnehmerInnen im 4. Semester können eine Selbsterfahrungsgruppe frei wählen. Dafür muss die Anmeldung direkt bei der Gleichenberg Organisation unter Hinweis auf die PSY-Diplom-Ausbildung erfolgen.

In der Selbsterfahrungsgruppe werden über die Mitgestaltung einer noch offenen und unvertrauten sozialen Situation die eigenen Bestrebungen, Ängste und kompensatorischen Sicherungen in Szene gesetzt. Diese lebenstypische Teilhabe in der 'Welt der Gruppe' ermöglicht auch eine Bewusstmachung der Dynamik in der Gestaltung der Beziehungen in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis und Beruf. Die Gruppe bietet außerdem ein Übungsfeld, um neue Wege in der Begegnung mit sich selbst und anderen zu gehen, sei es mit Neugier oder noch mit Ängsten.

Dabei kommen Methoden und Techniken der Integrativen Gestalttherapie zum Tragen. Die Integrative Gestalttherapie ist ein phänomenologisch-hermeneutisches Psychotherapieverfahren. Sie geht davon aus, dass der Mensch eine untrennbare Einheit körperlicher, seelischer und geistiger Aspekte darstellt und unauflöslich mit seiner ökologischen und sozialen Umwelt verbunden ist. Die Integrative Gestalttherapie arbeitet wahrnehmungsorientiert und erlebnisaktivierend und versucht über ganzheitliche Evidenzerfahrung Einsicht und Sinnerleben zu fördern.

HOFFMANN-WIDHALM Herta, Dr.in phil., Psychotherapeutin, Supervisorin, Lehrtherapeutin in der Fachsektion für Integrative Gestalttherapie (ÖAGG) in Kooperation mit der Donau-Universität Krems, u.a. für Traumafolgentherapie, Lehrtherapie und Lehrsupervision. www.psychotherapie-in-wien.at

 

 

 

 

PSY 3

Die im Anschluss beschriebenen Seminare sind für alle PSY 3-TeilnehmerInnen des Grazer WGPM-Lehrganges der Hauptfächer 'Integrative Verhaltenstherapie', 'Systemische Therapie', 'Psychodynamische Therapie' Teil des Gesamtcurriculums. Die Anmeldung ist bereits durch die Teilnahme am Jahrescurriculum durch die WGPM erfolgt. Die im Frühjahr abgesagte Seminarwoche mit den Selbsterfahrungsgruppen in Gestalttherapie findet - so möglich - im Herbstseminar statt. Die Organisation der Wahlmöglichkeit und Einteilung in eine der beschriebenen Gruppen erfolgt intern durch die WGPM.

Gestalttherapie (Integrative Gestalttherapie) gehört zu den sogenannten humanistischen Methoden der Psychotherapie.
Sie ist phänomenologisch orientiert, d.h. wir arbeiten mit dem Offensichtlichen. Konflikthafte Begegnungen im Hier und Jetzt tragen ein historisches Beziehungsmuster in sich, dem wir nachgehen, indem wir es in der gegenwärtigen Beziehung verdeutlichen und aufzulösen versuchen.
Moderne Gestalttherapie versteht sich als relationale Methode, der therapeutischen Beziehung auf Augenhöhe kommt große Bedeutung zu.
In dieser Gruppe wollen wir die je eigenen kreativen Ressourcen entdecken. Gestalttherapie ist erlebnisorientiert, experimentell und existentiell. Mit Hilfe von Rollenspiel (Sesselarbeit), Arbeit mit Träumen und kreativen Medien werden Selbst-Erfahrung und Selbst-Ausdruck gefördert.

ANGER Heide, Dr.in med., Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeutin I.G., Mitarbeiterin des Instituts für Integrative Gestalttherapie Wien IG Wien (Ausbildungsleitung, Lehrtherapie, Lehrsupervision und Fortbildung: Kompaktcurriculum 'Dialogische Traumatherapie' zum Erwerb traumatherapeutischer Basiskompetenz) Ordination mit Schwerpunkt Psychotraumatologie (DeGPT) und Sexualmedizin (AfsG) in Gemeinschaftspraxis in Wien

HOLZINGER Brigitte, Dr.in phil., in Wien geboren, hat in Wien und Kalifornien (Stanford) Psychologie studiert, Lehrtherapeutin für Integrative Gestalttherapie, Supervisorin, Trainerin & Coach; Kreation und Leitung des Zertifikatskurses Schlafcoaching an der MedUniWien;
Forschung und Lehre zu den Themen Schlaf, Behandlung von Schlafstörungen, Burnout und Albträumen, Traum und luzides Träumen, Gestalttheorie und Gestalttherapie; Publikations- und Vortragstätigkeit; Autorin und Filmregie für Dokumentationen; Brigitte Holzinger leitet das Institut für Bewusstseins- und Traumforschung und ist Vorstandsmitglied der ASRA (Austrian Sleep Research Association).

WILDBERGER Elisabeth, Dr.in phil., geboren 1949, arbeitet in Salzburg, Integrative Gestalttherapeutin, Klin. Psychologin, Supervisorin, Beraterin, Lehrbeauftragte für Lehrtherapien, Supervision, Krisenintervention im Österreichischen Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik / ÖAGG.

PAPST-WAGNER Regina, Mag.a phil., Studium der Theaterwissenschaft, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien, Integrative Gestalttherapeutin, Lehrbeauftragte für Lehrtherapien und Supervision im Österreichischen Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik / ÖAGG, tätig in Gmunden Institut Balance, Familienberatungsstelle und Kinderschutzzentrum und in freier Praxis mit Schwerpunkt Paar- und Familientherapie, körperorientierte Psychotherapie, Traumafolgentherapie